Heute feiern wir den Tag der Erde unter dem Motto „Our Power, Our Planet“.
Der Biodiversity Report von Februar 2026 zeigt ein ernstes Bild: Biodiversität nimmt weltweit ab.
Doch es gibt auch Hoffnung! Gezieltes Handeln wie regenerative Praktiken, Schutzgebiete und Restaurierung wirken. Besonders Agroforstwirtschaft ist ein starker Schlüssel: Bäume und Sträucher werden mit Landwirtschaft kombiniert – sie spenden Schatten, halten Feuchtigkeit, schützen den Boden und machen die Ernte resilienter.
Ein inspirierendes Beispiel ist die Great Green Wall in der Sahelzone – ein afrikanisches Projekt, das degradierte Flächen mit Bäumen, Sträuchern und nachhaltiger Nutzung wiederbeleben soll.
Schon vor rund 100 Jahren hat Richard St. Barbe Baker (siehe Beitrag vom 9.10.2025) ähnliche Ideen für eine „grüne Mauer“ gegen die Wüste vorangetrieben. Unter unseren Füßen passiert übrigens das meiste: In nur einem Teelöffel gesunden Bodens leben mehr Organismen als Menschen auf der ganzen Erde – Regenwürmer, Springschwänze und unzählige Mikroben. Sie sind die unsichtbare Basis unserer Ernährung. Dazu kommen Wildbienen und Insekten, ohne die es kein Obst und Gemüse gäbe.
Deshalb lohnt es sich, das Bodenleben aktiv zu schützen – mit Kompost, Regenwürmern und vielfältiger Bepflanzung. Sehr empfehlenswert: Das Buch „Rebellen der Erde“ von Benedikt Bösel. Er zeigt auf seinem Gut, wie regenerative Landwirtschaft und Agroforst Böden vitalisieren, Biodiversität fördern und uns resilienter gegen Extremwetter machen.
Jeder kann etwas tun – auch ohne großen Garten:
- Ein paar Töpfe mit heimischen Kräutern auf Balkon oder Fensterbank anlegen (fördert Insekten und liefert frische Zutaten)
- Bei Clean-ups, Baumpflanzaktionen oder der Pflege öffentlicher Grünflächen mitmachen
- Projekte für regenerative Landwirtschaft oder Agroforst unterstützen – z. B. über Crowdfunding oder Patenschaften
Auch ich bemühe mich im Alltag um mehr Kreislaufwirtschaft. Lasst uns gemeinsam unsere Macht für den Planeten nutzen.